gegründet 1964
Die Gaststätte „Zur Flotten Theke“ am Bahnhof war
das Stammlokal eines Berliner Stammtisches. Dieser war auch die
Keimzelle für einen zunächst 13 Mann starken Schützenzug, der im
Frühjahr 1964 gegründet wurde. So wurde dann auch gleich der
damalige Vereinswirt Helmut von Asten zum ersten Oberleutnant
gewählt und der Name „FT 64“ als Abkürzung für das Gründungslokal
mit dem Zusatz des Gründungsjahres war schnell gefunden. Die erste
offizielle Veranstaltung des Zuges hatte allerdings mit dem
Schützenfest nichts zu tun; es handelte sich nämlich aufgrund der
Jahreszeit um eine Karnevalsfeier.

R.v. Li: Lt. W. Wrentschek , H. Humme , W. Schiewer ,H.R.
Heinen, W. Albrecht, U. Glinski ,
H. Heinen , F. Klappka , D. Ricken, O.
Pilatus , Fw. F. Schmitz,
OLt. H. Von Asten
Mit von der Partie waren bei der Gründung auch
Heinz Heinen (†), der später zweiter Oberleutnant des Zuges und
anschließend Adjutant des Majors der Neusser Schützenlust wurde und
Ulrich Glinski, der heute noch, als nunmehr einziges aktives
Gründungsmitglied, das Amt des Leutnants bekleidet. Kurz nach der
Gründung wechselte mit Fritz Schmitz (†) ein bis dato
eingefleischter Jäger in die Reihen des „FT 64“. Er wurde im Jahr
1990 für seine 60jährige Mitgliedschaft im Neusser Bürger
Schützenverein und für 25 Jahre Mitgliedschaft in der Neusser
Schützenlust ausgezeichnet.
Neben dem Schützenfest zählen, damals wie heute,
das traditionelle Königsschießen und die festliche
Krönungsveranstaltung zu den Höhepunkten des Schützenjahres.
Überhaupt genießt das Schießen einen hohen Stellenwert. So stellte
der „FT 64“ bereits sechs Mal den Corpssieger, wobei Volker Glinski
der jüngste Sieger in der 50jährigen Corpsgeschichte war. Beim
Schützenfest dienen die Gewehre allerdings eher zum Ausruhen, denn
mit wenigen Handgriffen lassen sich diese zu Sitzgelegenheiten
umbauen.
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