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Schützenlustzug FT64: Tradition verpflichtet

 Die Gaststätte „Zur Flotten Theke“ am Bahnhof war das Stammlokal eines Berliner Stammtisches. Dieser war auch die Keimzelle für einen zunächst 13 Mann starken Schützenzug, der im Frühjahr 1964 gegründet wurde. Mit dem ersten Oberleutnant und Vereinswirt Helmut von Asten wurde dann auch gleich der Name „FT 64“ als Abkürzung für das Gründungslokal, mit dem Zusatz des Gründungsjahres, gefunden. Mit von der Partie waren damals auch Heinz Heinen (†), der später zweiter Oberleutnant des Zuges und anschließend Adjutant des Majors der Neusser Schützenlust wurde, sowie Uli Glinski, der heute noch, als nunmehr einziges aktives Gründungsmitglied, in den Reihen mitmarschiert.

Der FT64 versteht sich als ein Schützenzug im traditionellen Sinn. Man pflegt ein sehr reges Zugleben, mit monatlichen Versammlungen, Ausflügen, einem Königsvogelschiessen und einer Krönungsfeier nach alter Väter Sitte. Weiterhin zählen die ambitionierte Teilnahme am Corpsschiessen (6 Corpssieger wurden bereits gestellt), sowie die vollzählige Anwesenheit an vorschützenfestlichen Veranstaltungen, wie Oberst- und Königsehrenabenden – und diese selbstverständlich grundsätzlich im Saal!

Tradition bedeutet für die FT´ler aber auch generationenübergreifendes Wirken. Seit der Gründung zeigt der Zug eine sehr unterschiedliche Altersstruktur auf. Zur Gründung 1964 war das jüngste Mitglied mal gerade 18 Jahre alt, während der älteste Marschierer bereits 71 Lebensjahre aufweisen konnte. Diese gesunde Mischung aus Jung und Alt hat sich bis heute erhalten. Einen Generationskonflikt gab es beim FT64 nie. Im Gegenteil: Die unterschiedlichen Altersgruppen haben sich immer hervorragend ergänzen können und sind schlichtweg das Lebenselixier dieses Zuges.

Anfang der 80er Jahre erfuhr der Zug dann unter Oberleutnant Heinz Paffe eine weitere große Verjüngungswelle. Eine 6-köpfige Gruppe um den Gründersohn Volker Glinski trat in den Zug ein. Mit den jungen Leuten wurden dann neue Ideen eingebracht und selbstverständlich auch umgesetzt. Das Althergebrachte wurde dabei aber dennoch weiterhin gepflegt. Aus dieser damaligen „Jung“-Generation entwickelte sich dann die heutige Zugführung. Heinz Paffe als Oberleutnant und Uli Glinski als Leutnant machten nach über 30-jähriger Verantwortung den Weg frei. Seit 2006 wird der FT64 von Thomas Loebelt als vierten Oberleutnant seit Bestehen geführt.

Mit Leutnant Manfred Kinna und Spieß Michael Kinna werden jetzt die anspruchsvollen Vorbereitungen für das kommende Schützenfest getroffen. Denn auch die neue Zugführung blieb vom Verjüngungsreigen nicht verschont. - Auch in diesem Jahr hat wieder ein Zuwachs von 7 neuen, jungen Mitgliedern stattgefunden!

Zu Ehren des Schützenkönigs Horst ll. Dvorak und der geliebten Vaterstadt Neuss, wird also dann der FT64 im Jahr 2008, in einer Stärke von 29 Schützen zur Königsparade aufmarschieren.

Tradition verpflichtet eben!

 Thomas Loebelt

 

 

Bei allen Veranstaltungen des Vereins sind sowohl traditionelle, gesellige als auch sportliche Elemente dabei.  Kommt es beim Schießen darauf an, sich auf sich selbst zu konzentrieren, kann neben dem Schießen das gemütliche Beisammensein mit Freunden und Bekannten in den Vordergrund rücken. Das geschieht vor allem auf den regelmäßig stattfindenden Schützenfesten, aber auch auf den Veranstaltungen, die nichts mit dem Schießsport zu tun haben.

Dass Erfolge nicht blind machen, zeigt die Tatsache, dass man im Verein sehr viel Wert auf Jugendarbeit legt.  


 Generel

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Schützen  

Der Schützenverein/ Sportschützenverein Schützenbruderschaft in seiner heutigen Form entstand im frühen 19. Jahrhundert im Gefolge der napoleonischen Kriege. Ihre Ursprünge haben sie jedoch in mittelalterlichen Städten (vgl. Geschichte der Nürnberger Schützengesellschaften). Die Mitglieder bestanden zunächst vielfach aus Kriegsveteranen, nicht zuletzt der bisherigen freiwilligen Heeresverbände wie z. B. des Lützowschen Freikorps. Neben gesellschaftlichen und sozialen Aspekten kamen den Schützenvereinen lange Zeit auch genuin politische Funktionen zu. Im Vormärz wurden die Schützenvereine zu wesentlichen Trägern nationaldemokratischer Opposition gegenüber der partikularstaatlichen Fürstenherrschaft und blieben dies bis weit in die Gründerzeit hinein. (www.Wikipedia.org)

 


 

 

 




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